Das Projekt: Die Kamera als Wegbereiter

MACH DIR EIN BILD
Ein künstlerischer Dialog, der alters-, herkunfts-,sprach- und religionsübergreifend neue, gemeinsame Perspektiven eröffnet.

Wir kommunizieren miteinander zumeist durch Sprache. Die Fotografie jedoch eröffnet eine neue Ebene der Kommunikation und der Beschäftigung mit dem eigenen Selbst. Die auf ein Foto gebannte Botschaft, der aus Moment, Motiv und Ausschnitt erschaffene Mikrokosmos, eröffnet einen Raum, in dem der/die junge Fotograf/in dem Betrachter Zutritt zu seinem inneren Erleben gewährt. Kinder und Jugendliche lernen, sich mittels der Sprache der Fotografie den ihnen wichtigen positiven und negativen Aspekten ihrer Umwelt künstlerisch zu nähern.

IM DETAIL
Die Idee: Ein Workshop in Burkina Faso, bei dem jedes Kind mit der eigenen Kamera vier Monate lang intensiv arbeitet.

Vier Monate lang arbeiten die Kinder umfangreich an ihrem eigenen künstlerischen Ausdruck. Das Umfeld wird vom Makro- bis in den Mikrokosmos fotografisch durchleuchtet. Nachdem die Kinder die technischen Grundlagen der Fotografie erlernt haben, entwickeln sie eigene Strategien im Umgang mit dem Medium. Die Kamera wird zum steten Wegbegleiter. Dabei sind nicht westliche Gestaltungsparameter Maßstab; es gilt ausschließlich der subjektive, unverstellte Blick der Kinder.
Von Anfang an zählt der künstlerische Dialog untereinander. So wird klar, dass nur im Miteinander, im steten künstlerischen Austausch Außergewöhnliches entstehen kann.

DAS GEMEINSAME ZIEL
Eine Ausstellung der fotografische Arbeiten. Und ein Fest.

Nach der finalen Auswahl und Bearbeitung der Aufnahmen überlegen wir gemeinsam, wie man diese sinnvoll präsentiert. Jedes Kind entwickelt in einem künstlerischen Prozess, was es wie anderen zeigen und wie genau es sich seiner Umwelt mitteilen möchte.

STICHWORT: NACHHALTIGKEIT
Erst Afrika. Dann Deutschland. Und dann wieder Afrika.

Wichtiges Anliegen meines Projektes ist es, dass am Ende, neben den gemeinsam geschaffenen Arbeiten, auch die über den künstlerischen Prozess erlangten Erfahrungswerte sichtbar, vermittelbar und nachvollziehbar gemacht werden.
Die wertvollen, frischen Sichtweisen der Kinder im Operndorf sollen nach der Premiere in Afrika durch verschiedene Ausstellungsorte in Deutschland wandern.
Die unverbrauchte, unvoreingenommene Perspektive auf die Lebenswirklichkeit
der Burkinabe soll so Einzug halten in die Prägung der europäischen Ikonographie
des schwarzen Kontinentes.